Sprache auswählen

Geopolitik hält Ölmärkte auf Trab

Die Erwartungen an die diplomatischen Hintergrundgespräche zwischen den USA und der Islamischen Republik Iran am Rande des New Yorker UNO-Gipfels waren gross. Leider sind die Verhandlungen kurz vor dem Wochenende bereits wieder ins Stocken geraten und die Ernüchterung am Ölmarkt ist spürbar. Dazu kommt die unsichere Lage in Saudi-Arabien: zwar hat das Königreich die vor zwei Wochen attackierte Ost-West-Pipeline zur Freude des Marktes am Dienstag wieder in Betrieb genommen, die unentwegt andauernden Angriffe der Huthi bereiten aber weiterhin Sorgen.

China gehört traditionell zu den grössten Abnehmern iranischen Öls, was den USA seit jeher ein Dorn im Auge ist. Deren Forderungen an Peking sind klar: die Ölimporte aus dem Iran sollen heruntergefahren und damit der wirtschaftliche Druck auf das Regime erhöht werden. Ob US-Präsident Trump bei seinem Treffen mit Chinas Staatschef Xi Jinping von letzter Woche in dieser Hinsicht Fortschritte erzielt hat, ist zurzeit noch offen. Der Ölpreis ist angesichts dieser unübersichtlichen Weltlage seit letzter Woche wieder um knapp 5 Dollar gestiegen, auf heute Morgen 107 Dollar pro Fass.

Ausserdem: Mit dem von Donald Trump angedeuteten Diesel-Exportverbot schwebt ein gefährliches Damoklesschwert über dem europäischen Dieselmarkt: ein Ende der Dieselimporte aus den USA wäre ein schwerer Schlag für den europäischen Markt. Noch ist allerdings nichts beschlossen und die US-Ölindustrie lehnt das Verbot ab.

Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.

CookieHint and Consent by reDim GmbH (Öffnet in neuem Fenster)